5 Gründe, warum ich keinen Alkohol mehr trinke

„Was möchten Sie trinken?“, fragt mich die Bedienung im Bordrestaurant der Deutschen Bahn auf dem Weg nach Düsseldorf. Es geht in die Königsalle, wo ich morgen einen Vortrag halte.

„Eine Cola-Light bitte.“, antworte ich.

„Kein Weizen?“, erwidert die Bedienung.

„Bitte?“, frage ich verwundert.

Kennt mich diese Frau? Wenn ich auf Vortragsreisen bin, sitze ich gerne im Bordrestaurant und trinke auch gerne ein Weizen. Manchmal auch zwei oder drei. Und da ich auf meinen Vortragsreisen auch gerne mal auf das gleiche Personal treffe, war die Frage gar nicht so abwegig.

Sie fährt fort: „Es ist doch schon 16.07 Uhr. Da können sie doch auch ein Weizenbier trinken.“

Es bleibt bei der Cola Light. Ich muss lachen. Genau zwei Sekunden bevor mich die Dame fragte, schrieb ich die Artikelüberschrift „5 Gründe, warum ich keinen Alkohol mehr trinke“ in mein Dokument.

Seit dem 01. April 2019 trinke ich kein Hefeweizen mehr. Das, was ich vorher so gerne getrunken habe. Seit diesem Tag trinke ich gar keinen Alkohol mehr.

5 Gründe, warum ich keinen Alkohol mehr trinke

 

1. Frei sein

Eines meiner Werte ist Freiheit. Wenn immer ich persönliche oder unternehmerische Entscheidungen treffe, entscheide ich mich für die Alternative, die in meinem Leben für mehr Freiheit sorgt, oder diese absichert.

Regelmäßig frage ich mich: „Wie frei bin ich gerade? Wirklich?“. Als ich mir diese Frage im März 2019 stellte, viel mir auf, dass ich in einer Sache sehr unfrei bin.

Heute Abend ein schönes Feierabendbier. Ein schönes Glas Wein. Ein Sundowner zum Entspannen. Zur Belohnung für den erfolgreichen Tag. Oder für den stressigen Tag zum runterkommen.

Diesen Gedanken hatte ich häufig. Für meinen Geschmack zu häufig. Bei mir war es immer ein Weizen. Manchmal auch zwei oder drei. Gerne auch im Bordrestaurant der Deutschen Bahn.

Diesen Wunsch nach einem Feierabendbierchen, empfinde ich auf einmal als total unfrei. Nein, für mich hat das auch nichts mehr mit Genuss zu tun.

Klar. Gesellschaftlich unbedenklich. Anerkannt. In geselliger Runde sogar erwünscht. Aber irgendwie auch quatsch. Es saufen sich ja auch genügend Deutsche jedes Jahr zu Tode.

Und irgendwie kommt es ja nicht nur auf die Menge an, sondern auch auf die Regelmäßigkeit.

Auch in diesem Punkt will ich frei sein. Und das ist der Grund, warum ich seit dem 01. April 2019 keinen Alkohol mehr trinke.

Ob sich das nochmal ändern wird. Weiß ich nicht. Ist auch gar nicht wichtig. Entscheidend ist: Ich möchte frei sein.

2. Vorbild sein für unsere Kinder

Seitdem unsere beiden Kinder Filemon (4 Jahre) und Mayari (3 Jahre) bei uns sind, frage ich mich: „Was genau möchte ich unseren Kindern mitgeben?“

Als Papa ist es mein Wunsch meinen Teil dazu beizutragen, dass unsere Kinder selbstbewusst und selbstwirksam in diese Welt hineinwachsen. Ihnen Mut machen, das sie das Leben leben können, welches sie sich wünschen.

Irgendwie ist es für mich nicht stimmig meinen Kindern vorzuleben, dass Alkohol etwas „normales“ ist.

Ganz besonders aufgefallen ist mir das zum ersten Mal als Maike und ich 2018 in Marrakesch gewesen sind, um unsere Sahara-Seminarreise vorzubereiten. In dieser Kultur wird kein Alkohol getrunken.

Die Menschen sitzen draußen in der Sonne. Auf den Tischen: Kaffee, Tee, Saft und Wasser. Statt Wein. Cocktails. Bier. Longdrinks.

Ein total ungewohntes Bild für meine Augen. Und alleine das finde ich erschreckend.

In meiner Ursprungsfamilie war Alkohol auch immer irgendwie etabliert. Gerne unterbreche ich dieses familiäre Muster zu Gunsten unserer Kinder.

3. Gesund und Leistungsstark bleiben

Jedes Jahr saufen sich Menschen zu Tode. Selbstständige und Unternehmer trinken bei Geschäftsessen. Glauben, dass solche geselligen Runden mit Alkohol die Basis für eine gute Geschäftsbeziehung sind. Naja.

Vielleicht auch nur eine riesen Selbstlüge, um die eigene Freude am Alkohol in einen anderen Rahmen zu setzen und ihre eigenen Themen zu verschleiern. Vor sich selbst.

Und nur mal angenommen es wäre doch so: Dann bin ich in einer Lebensphase angekommen, in der ich gerne auf Geschäftsbeziehungen verzichte, die auf gemeinsamen Alkoholkonsum basieren.

Wenn ich eines beobachten durfte: Menschen zeigen ihr wahres Gesicht, wenn sie unter Stress und Druck stehen. Und wenn sie Alkohol trinken. Für mein Leben weiß ich, dass ich mit Menschen zu tun haben möchte, die ihr wahres Gesicht gar nicht erst unterdrücken und auch gerne zeigen, um eine tiefe Beziehung aufzubauen.

Wenn wir es platt ausdrücken wollen, dann ist Alkohol Gift für den Körper. Gift für die Organe. Gift für Dein Gehirn. Wie selbstverständlich habe ich mir dieses Gift reingeknallt. In Form von Feierabendbierchen. Oder zwei oder drei. Regelmäßig. Selbstverständlich.

Dankbar bin ich. Dafür, dass mein Körper 42 Jahre gesund war.

Mittlerweile macht es für mich keinen Sinn mehr meinen Körper zu vergiften und sehenden Auges gegen meine Gesundheit zu arbeiten.

Es ist Zeit zurückzugeben.

4. Klar im Kopf sein

Seitdem wir Kinder haben ist mir klar: Filemon und Mayari haben ihren eigenen Rhythmus. Wenn sie aufwachen, dann wollen die beiden Mäuse etwas von Mama und Papa.

Ein Morgen nach ein paar Bierchen oder Drinks am Vorabend fühlt sich anders an, als mit einem klaren Kopf aufzuwachen. Dann sind die Kinder auch viel leichter zu nehmen und ich bin viel präsenter.

Mir ist es mittlerweile zu anstrengend in den Tag zu gehen, und dabei noch latente Restspuren, des Vorabends zu spüren.

All die Jahre in denen ich dachte, dass ein paar Drinks am Vorabend keine Relevanz auf meine Klarheit im Kopf haben, habe ich mich selbst belogen. Das stimmt einfach nicht.

Mit 42 Jahren will ich morgens aufwachen und im Kopf klar sein.  

 

5. Besser spüren

Das Reizvolle am Alkohol ist ja diese berauschende Wirkung. Es gab Zeiten in denen ich glaubte, dass ich kreativer bin, wenn ich ein paar Bierchen trinke.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass das absoluter Quatsch ist.

Wirklich kreativ bin ich dann, wenn ich mit mir im Kontakt bin. Mit meinen Gefühlen. Mit meinen Ängsten. Mit meinen Hoffnungen. Mit meiner Seele.

Alkohol betäubt all dies. Den Stress. Den Druck. Die eigenen Gefühle. Die eigenen Sehnsüchte.

Im Jahr 2013 war ich in Hamburg auf einer Restauranteinweihung. Der Inhaber ein Sternekoch.  Kaviar. Cocktails. Wodka. Wir haben gefeiert.  

Am nächsten Tag sagte Torsten mit wertschätzender und besorgter Stimme zu mir:

„Traurig mit anzusehen, wie Du Dir am Abend auf der Feier den Alkohol reingehauen hast.“

So richtig verstanden habe ich ihn damals nicht. Nun weiß ich, was er meinte.

Von Herzen: Danke dafür mein Freund.

Steve

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